


Die zoologischen Sammlungen Deutschlands beherbergen Hunderttausende Tiere, die durch das Verfahren der Taxidermie zu wissenschaftlichen Präparaten geworden sind. In den Hallen und Lagern naturkundlicher Museen harren sie aus, in einem Moment der Lebendigkeit konserviert. In den Dioramen der Museen stellen sie unsere Vorstellung von Natürlichkeit mit ihren Körpern zur Schau.
Natural Habitat ist die fotografische Untersuchung dieser Objekte, ihrer Formen und Strukturen, den Räumen, die sie umschließen und den Fragen, die sie aufwerfen. Die Aufnahmen sind im LWL Museum für Naturkunde in Münster, dem Naturmuseum Dortmund und dem Naturkundemuseum Schloß Benrath sowie dem Naturkundemuseum Leipzig und Museum Koenig in Bonn entstanden.
Im Kontext des anhaltenden und beschleunigenden Artensterbens, des Lebensraumverlustes und Klimawandels, drängt sich die Frage auf, welche Räume der Natur im Anthropozän noch bleiben, wie viele dieser Tiere in Zukunft nur noch als Präparate in den Museum zu sehen sind und wie wir mit unserem naturhistorischen Erbe umgehen möchten.
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Germany‘s zoological collections are home to hundreds of thousands of animals that through then process of taxidermy have been turned into scientific specimens. They remain preserved in the halls and storerooms of natural history museums, frozen in a moment of lifelike realism. In museum dioramas, their bodies display our idea of naturality.
Natural Habitat is a photographic investigation of these objects, their forms and structures, the spaces that enclose them, and the questions they raise. The photographs were taken at the LWL Museum of Natural History in Münster, the Dortmund Natural History Museum, the Benrath Castle Natural History Museum, the Leipzig Natural History Museum, and the Museum Koenig in Bonn.
In the context of ongoing and accelerating species extinction, habitat loss and climate change, the question arises: what spaces remain for nature in the Anthropocene, how many of these animals will in the future only be seen as specimens in museums, and how we want to see ourselves in our nature-historical heritage.











