

Vor rund 3,6 Millionen Jahren gehen drei Individuen über eine aschebedeckte Ebene. Ihre Fußspuren versteinern und bewahren uns ein Zeugnis über ein widersprüchliches Wesen, ein Affe, der geht wie ein Mensch. Ein Bindeglied unserer Entwicklung, aufrecht stehend im warmen vulkanischen Boden. Wie gehen, denken, sehen unsere Vorfahren? Ab wann wird der Mensch zum Menschen?
Die Arbeit next of kin untersucht, wie die menschlichen Ursprünge in der anthropologischen Forschung visualisiert werden, wie unsere eigene evolutionäre Vergangenheit rekonstruiert wird und welches historische Selbstverständnis sich daraus ablesen lassen kann.
next of kin ist das Ergebnis einer künstlerischen Recherche, eine Sammlung assoziativer Bildsequenzen, die einen Blick von der fernen Vergangenheit in unsere Gegenwart wirft. An die menschliche Notwendigkeit sich von der eigenen Entstehung, den tieri- schen Ursprüngen abzugrenzen, an das immer weiter fortschreitende technologische Potenzial modernen Forschungsmethoden. Schlussendlich auch an das Abwenden des menschlichen Blicks von der Fragilität der Spezies Homo Sapiens, eine Erinnerung daran: keine Art lebt ewig




















